Hartferrite
Die Hartferrite sind keramische Dauermagnetwerkstoffe auf der Basis der Verbindungen BaFe12O19 oder SrFe12O19. Sie sind heute mengenmäßig
weltweit die meist produzierten Dauermagnete. Ihre wesentlichen Vorteile liegen in niedrigen Materialkosten, hoher chemischer Stabilität und niedriger elektrischer Leitfähigkeit. Das Herstellungsverfahren ist das Pulvermetallurgische, das im Gegensatz zu den NdFeB-Magneten in offenen Atmosphären stattfindet.
Als Werkstoffe unterscheiden wir:
Isotrope Hartferrite
Sie werden aus Trocken- oder Naßpulver (Schlamm) ohne Anlegen eines Orientierungsmagnetfeldes gepresst. Dadurch werden niedrigere Remanenzen (bis etwa 250 mT) und Energiedichten (bis etwa
12 kJ/m3) erreicht.
Anisotrope Hartferrite
Sie werden ebenfalls aus Trocken- oder Naßpulver, jedoch unter Einwirkung eines
Magnetfeldes in die gewünschte Formen gepresst. Die Remanenz erreicht Werte bis etwa 440mT, bzw. Energiedichten bis etwa 40 kJ/m3.
Da die Koerzitivfeldstärke der Hartferrite bei niedrigen Temperaturen sehr stark abnimmt, müssen bei Anwendungen, in denen tiefe Temperaturen gefordert werden, auf eine entsprechende Dimensionierung der Systeme und auf Auswahl des Ferrit-Werkstoffes geachtet werden.











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